Leos Leben

Wieso gerade Leo M. Friedrich?
Leo M. Friedrich wurde an einem Februarabend des Jahres 2013 im Beisein der gesamten Familie kreiert. Schon seit vielen Jahren fand ich es faszinierend, einen einzelnen Buchstaben im Vornamen zu haben (so wie der DDR-Schauspieler Gerd E. Schäfer). Das war die erste Bedingung, die ich an ein Autorenpseudonym stellte. Außerdem sollte es schon etwas sperriger sein, um einen gewissen Wiedererkennungswert zu generieren. Was lag da näher, als sich die Vornamen meines von mir hoch verehrten Großvaters herzunehmen und damit ein wenig „herumzuspielen“. So wurde aus Friedrich Leopold Martin letzten Endes Leo M. Friedrich

 

 

 

Alles beginnt mit einer leeren Seite…

  

 

Schon oft wurde mir die Frage gestellt, wie ich eigentlich zum Schreiben gekommen bin. Und die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Seit vielen Jahren geisterte eine Geschichte durch meinen Kopf, die endlich den Weg in die Freiheit finden wollte. Und so setzte ich mich eines schönen Wintertages spontan an meinen Rechner und begann damit, sie aufzuschreiben. Natürlich endete sie ganz anders, als ich es mir am Anfang vorgestellt hatte, aber was soll´s, die „Schatten der Albatrosse“ erblickten das Licht der Welt. Das war im Jahr 2013. Und ich war sprichwörtlich infiziert von einem neuen Hobby. Und kaum war das erste Buch veröffentlicht, setzte ich mich wieder hin und begann, an „Neodym-Komplott“ zu werkeln. Und wenig später wurde dann auch schon die Lokalpresse aufmerksam…

Seitdem bin ich immerhin der „Hausautor“ der Brüsewitzer Gemeindebibliothek, die regelmäßig das neueste Buch von mir mit einer Widmung gespendet bekommt. Und ein wenig mediale Aufmerksamkeit ist bei meinem äußerst knappen Marktingbudget Gold wert. Aber es wurde noch besser:

Ruhm für einen Tag.

 

 

Ja, ich habe es getan!

Nach vielen Jahren im Außendienst, nach Umsatzdruck und Terminhetze, einsamen, endlos langen Autofahrten, Kunden, die inzwischen lieber im Internet kaufen und nörgeligen Chefs, denen nichts gut genug war, habe ich den Absprung geschafft und bin auf der Karriereleiter ein paar Stufen zurückgeklettert. Und es geht mir gut! In einem Team von lauter netten Kerlen, im dem es auch mal ein wenig rauer zugeht (ohne dass sich gleich jemand beschwert), fahre ich jetzt Gabelstapler. Am Ende des Tages weiß ich, was ich geschafft habe, kann in Ruhe über Gott und die Welt, meine Bücher und künftige Projekte nachdenken und bin dabei vor allem eins. Völlig entspannt!

 

 

                          Historische Orte                                   

Wer mich kennt, der weiß, dass ich einen ausgesprochenen Faible für geschichtsträchtige Orte habe. Und an diesem Wochenende durfte ich wieder einen davon besuchen. Mit guten Freunden waren wir im wunderschönen Schloßpark Babelsberg und hatten von dort aus einen exklusiven Blick auf die weltberühmte Glienicker Brücke. Wer sich ein klein wenig mit der jüngeren Geschichte auskennt, kann damit bestimmt etwas anfangen. Dies war einer der Brennpunkte des kalten Krieges. Hier fanden die die berüchtigten Agentenaustausche zwischen Sowjets und Amerikanern statt. Der bekannteste war wohl der Austausch des amerikanischen Spionagepiloten Francis Gary Powers, der über dem Ural abgeschossen wurde gegen den sowjetischen Agenten Rudolf Abel am 10 Februar 1962. Im Jahr 2015 verfilmte Steven Spielberg eine mehr oder minder fiktive Geschichte in dem Blockbuster „Brigde of Spies – Der Unterhändler“ mit Tom Hanks in der Hauptrolle.

 

So langsam spricht es sich herum – mein erster Autogrammwunsch

Ja, es wird! Vor einigen Tagen besuchte ich mal wieder meine angestammte Hausarztpraxis wegen eines neuen Rezeptes für die zahlreichen PIllen, die ich mittlerweile gegen alle möglichen Volkskrankheiten schlucken muss (anderes Thema!). Nachdem das erledigt war, sprang die verdammt nette Arzthelferin (die ich bereits seit über 25 Jahren kenne) plötzlich auf und zog mit der Bemerkung: „Ich hab da noch was!“ mein Buch „Die Story“ aus ihrem Regal. „Ich wusste gar nicht, dass du auch Bücher schreibst! Und deshalb hätte ich gern ein Autogramm!“ Habe ich natürlich gern gemacht, ist immerhin meine Lieblingsarztpraxis! Wieder kleiner Schritt zum Ruhm!

 

 

2. Oktober 2019 – Kurzes Update zu meinem aktuellen Projekt

Weil ich immer wieder gefragt werde: Natürlich arbeite ich weiter an meinem nächsten (und inzwischen sechsten) Buch. Und es ist schon sehr weit gediehen. Mir fehlt eigentlich nur noch der geeignete Plot für ein spannendes Finale. Wer mich und meine Arbeit kennt, der weiß dass ich, zumindest beim Schreiben, nicht der große Planer bin. Viel lieber lasse ich mich selbst überraschen, was meinen Helden so alles widerfährt. Deshalb brauche ich zuweilen auch etwas länger, bis DIE zündende Idee da ist. Es fehlt eigentlich nur noch ein großer „Schlag“, dann ist wenigstens schon mal die Rohfassung fertig. Dann geht es ans Überarbeiten, was nicht weniger anstrengend und zeitraubend ist als das Schreiben selbst. Dazu kommt, dass ich ja nur Hobbyautor bin und eben darum viel Zeit für den Broterwerb, die Famile, den Garten und natürlich den täglichen Kleinkram draufgeht. Aber trotzdem, und mit dieser guten Nachricht schließe ich, reift tief in meinem Innern bereits ganz langsam die Idee für das nächste und damit siebte Buch von Leo M. Friedrich

Januar 2020 Neues Jahr – Neues Projekt

Nachdem ich noch rechtzeitig vor Weihnachten mit dem „Derwisch-Projekt“ fertig geworden bin und die ersten Exemplare bereits ihre Leser gefunden haben, geht es an die Arbeit zu Buch Nummer 7. Die Ideen sprudeln nur so und ich komme mit dem Schreiben gar nicht wirklich hinterher. Zum Inhalt verrate ich nur so viel, dass ich nach mehr als zwei Jahren Pause die Familie Bohm wieder in den Einsatz schicke. Wie immer wird es rund um die Welt gehen und natürlich ist wieder Hochspannung garantiert. Also lasst Euch überraschen!

 

Mein Interview auf autorenhilfe.com

Vor kurzem durfte ich, neben einer ganzen Reihe anderer Selfpublisher, Mirco von Maydell für dessen Webseite autorenhilfeforum.com ein kleines Interview geben:

Frage 01 Und du bist wer?

Unter dem Pseudonym Leo M. Friedrich schreibe ich in allererster Linie Thriller. Mittlerweile habe ich die 50 schon einige Zeit überschritten, lebe mit meiner Familie etwa 30 Kilometer von der Ostsee entfernt im schönen Mecklenburg und erfreue mich jeden Tag an der Natur und dem verhältnismäßig ruhigen Landleben.

Frage 02 Projekte 2020

Da ich nicht vom Schreiben leben muss, kann ich jedes Projekt mit entsprechender Gelassenheit angehen. Für meine Kreativität wäre es „tödlich“, unter Druck etwas liefern zu müssen. Ich arbeite aktuell an meinem siebten Buch, von dem ich aber noch nicht sagen kann, ob es noch in diesem Jahr seinen Weg zu den Lesern finden wird. Außerdem habe ich als eine Art Langzeitprojekt mit den Vorbereitungen zu meiner Autobiographie begonnen, die ich aber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht veröffentlichen werde. Ich finde es aber spannend, mein Leben für nachfolgende Generationen einmal festzuhalten. Passend dazu haben ich vor einigen Jahren schon einmal damit begonnen, Ahnenforschung zu betreiben, was neben der Schreiberei eine außerordentlich spannende Geschichte ist.

Frage 03 Was machst du beruflich?

Ich habe vor etwa zwei Jahren beschlossen, meine über zwanzigjährige Tätigkeit im Vertriebsaußendienst aufzugeben und ruhiger zu treten. Deshalb habe ich meinen Gabelstaplerschein gemacht und arbeite nun als Staplerfahrer und Logistikmitarbeiter in einem (darf man das heute noch guten Gewissens sagen?) Fleischwerk der EDEKA in unserer Region.

Wo ist deine Schnittstelle zur Autorenwelt?

Direkt gibt es da keine. Ich habe aber ab und an während meiner Arbeit ein wenig Zeit, über dies und das nachzudenken. Das fließt dann oft in meinen Blog auf meiner Autorenseite www.thrillerschmiede.de ein. Seit ich diese für mich komplett neue Tätigkeit ausübe, habe ich den Kopf viel freier, um mir Gedanken über meine Geschichten zu machen, als es früher der Fall war.

Frage 04 Rückhalt in Form von Familie, Freunden etc.

Die Schreiberei verlangt von meiner Familie vor allem eines: eine Menge Geduld. Ich nutze vor allem die Wochenenden für meine Manuskripte und ziehe mich dazu für ein paar Stunden komplett zurück. Inzwischen hat sich herumgesprochen, dass ich in dieser Zeit nicht ansprechbar bin, weil ich dann quasi in einer anderen Welt weile. Meine Freunde finden das Hobby in erster Linie spannend, vor allem, weil einige von ihnen als Testleser herhalten müssen und zum Dank eine handsignierte Erstausgabe erhalten, mit der Aussicht, dass diese nach meinem Tod Millionen wert sein könnte (kleiner Scherz am Rande)

Frage 05 Kannst du von deiner Kunstform leben?

Kurze Antwort: Noch nicht einmal annähernd.

War das mal so geplant?

Hier muss ich mal etwas ausholen. Die Idee für mein erstes Buch ist schon mehr als zwanzig Jahre alt und spukte mir immer mal wieder durch den Kopf. Sie wurde immer mehr verfeinert, bei jedem „Durchlauf“ kamen neue Details hinzu. Irgendwann, ich glaube es war Anfang 2012, habe mich dann einfach mal hingesetzt und angefangen, alles in den Computer zu tippen. Und von dem Augenblick an war ich „geflasht“ und hatte ein neues Hobby. Mir war von Anfang an klar, dass ich keine Millionen-Seller schreiben würde (soweit bin ich immer noch Realist), ich tue es in erster Linie für mich. Und immerhin ist es ein stolzes Gefühl, sagen zu können, dass man bereits sechs Bücher veröffentlicht hat.

Frage 06 Fans & Follower

Die Zeiten, in denen ich jeden meiner Leser noch persönlich kannte, sind noch gar nicht so lange her. Mittlerweile verkaufe ich doch die meisten Bücher, in dem ich dafür mehr oder minder massiv bei Facebook, Instagram und XING „trommele“ und auf meine (immer besser besuchte) Webseite hinweise. Außerdem bin ich eine Art „Hausautor“ einer kleinen Gemeindebibliothek im Nachbardorf, der ich jedes neue Buch handsigniert persönlich vorbeibringe. Zum Dank durfte ich dort auch schon mal eine Lesung abhalten, die allerdings die falsche Zielgruppe als Publikum hatte. Man erwartete eher eine Art Rosamunde Pilcher und bekam einen Auszug aus einem Action-Thriller. Auch so gewinnt man Erfahrungen und macht sich ein wenig bekannter. Inzwischen gibt es aber immer mehr Leser, die recht ungeduldig auf meine Neuerscheinungen warten und nach spätestens einem Jahr gezielt danach fragen. Überrascht hat mich die Sprechstundenhilfe meines Hausarztes, die mir im vergangenen Sommer eines meiner Bücher mit der Bitte um ein Autogramm unter die Nase hielt. Das machte mich dann schon ein wenig stolz…

Frage 07 Ziele für die nächsten Jahre

Ganz einfach: Zuerst einmal gesund bleiben, glücklich mit der Familie und den Freunden zu sein und immer mal wieder eine gute Idee für eine spannende Geschichte entwickeln. Vor einiger Zeit habe ich einmal gelesen: „Leben ist das, was passiert, während man Pläne schmiedet.“

Frage 08 Wie empfindest du die Welt der Bücher, Künstler, Autoren, Verleger, Dienstleister?

Na klar habe ich vor allem bei meinem ersten Buch kaum einen Fehler ausgelassen. Doch mittlerweile habe ich Kontakte zu anderen Autoren, mit Tredition einen guten und verlässlichen Dienstleister, eine sehr talentierte Cover-Designerin und nach sechs Veröffentlichungen auch eine Menge Erfahrung. Mit einigen meiner Hobby-Autoren-Kollegen stehe ich in einem mehr oder minder engen Austausch, wir schicken uns unsere Entwürfe und schlagen sie uns dann gegenseitig um die Ohren.

Frage 09 Wo kann man dich treffen, sofern man es will?

Das Leben eines Autors ist gemeinhin ein recht einsames. Ich habe leider auch nicht die Zeit, auf Buchmessen zu fahren. Man trifft mich viel eher auf Wanderungen im Wald oder am Stand von „Ran an den Grill“ bei diversen norddeutschen BBQ-Meisterschaften.

Frage 10 Bist du ein typischer Netzwerker?

Eindeutig ja. Da ich zu geizig bin, um groß Geld in Werbung zu stecken, bin ich recht aktiv bei Facebook & Co. Aber nicht in der Form, dass ich jeden Tag Bilder von meinem Essen poste oder meinen Senf zu allem und jedem dazugebe. Ich kommentiere und provoziere gern, mit aller gebotenen Zurückhaltung. Aber wenn, dann richtig.

Frage 11 von mir an mich: Wo siehst du deine literarische Inspiration und warum schreibst du gerade Thriller?

Seit meiner Jugend lese ich Spannungsliteratur. In den 80gern hat es mir vor allem Harry Thürk angetan, einer der wenigen großen DDR-Autoren. Nach der Wende wurde ich dann zu einem Verehrer von Tom Clancy, der für mich noch immer der „godfather of technothriller“ ist. Bei aller berechtigten Kritik an seinem teilweise überbordenden Patriotismus halte ich ihn für unerreicht, was seine Verbindung von spannenden Handlungen mit einer ungeheuer detailreichen Erzählweise verbindet. Leider ist er viel zu früh verstorben und die Autoren, die unter seinem Namen die Geschichten weiterspinnen, geben sich zwar viel Mühe, kommen aber nicht ansatzweise an das Niveau heran. Ich selbst habe einmal versucht, einen Roman zu schreiben, den ich aber letzten Endes doch als „Medien-Thriller“ angepriesen habe, da ich ein großer Fan spannender Handlungen bin. Getreu dem alten Autoren-Gebot: „Du sollst deine Leser nicht langweilen!“Am Ende natürlich noch ein kurzer Blick auf mein Schaffen:

2013 „Schatten der Albatrosse“

2014 „Neodym-Komplott“

2015 „Harfenspiel“

2017 „Euphrat“

2018 „Die Story“

2019 „Derwisch-Projekt“

Mehr oder minder regelmäßig veröffentliche ich Beiträge auf meiner Webseite www.thrillerschmiede.de  Vielen herzlichen Dank, dass ich mich hier präsentieren durfte!

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