Das muss ich heute einfach mal loswerden…

Gepostet am: 11. Januar 2024 um 16:21

ACHTUNG!

Triggerwarnung!

Der nachfolgende Text ist nach aktueller Lesart total rechts, also fast schon sowas von Nazi, denn er enthält unverschämterweise Kritik an den Grünen und der Bundesregierung

Die grünen Trolle schieben Sonderschichten in allen Social-Media-Kanälen, Habecks Groupies twittern (oder x-en?) sich die Finger wund und in der rechten Ecke muss schon wieder angebaut werden, um hunderttausende Landwirte dort hineinschieben zu können.

In Deutschland gerät etwas in Bewegung. Und der Staat steuert mit den bekannten Rezepten dagegen. Wie einstmals zu Corona-Zeiten der „Sturm auf den Reichstag“ oder der „Rollator-Putsch“ wird dieses Mal ein „Sturm auf Habecks Fähre“ inszeniert (unter Sturm macht man es nicht mehr, auch wenn es nur ein paar einzelne Figuren sind), um unmittelbar vor den völlig berechtigten Protesten der Bauern eine Zielscheibe für die Medien zu schaffen und die Demonstranten (sorry: Demonstrierenden; inzwischen gibt es ja auch eine Menge Frauen, die Habeck nicht mehr so sexy finden) gründlich in Misskredit zu bringen. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit faselt man von einer rechten Unterwanderung der Proteste, von der Kompromissbereitschaft der Regierung und natürlich den demokratischen Spielregeln, die angeblich im Hafen von Schlüttsiel nicht eingehalten wurden.

Dabei weiß jeder, der sich ein wenig mit der Materie auskennt, wie schnell ein paar von wem auch immer dafür bezahlte Schreihälse eine Menschenmenge aufstacheln können. Dazu ein paar perfekt geschnittene Videos und schon wird auf dem Bildschirm aus einer an sich friedlichen Menschenmenge ein wilder Mob. Und kaum ein Bericht über die Bauerndemonstrationen kam in den letzten Tagen ohne den Verweis auf den angeblichen Vorfall in dem nordfriesischen Hafen (der wohl eher ein Anleger ist) aus. Und man setzte noch einen drauf. Um der durch das Land rollenden Protestwelle, der sich mittlerweile Spediteure, Handwerker, Bäcker und viele andere angeschlossen haben, ein Stück weit die mediale Aufmerksamkeit zu entziehen, grub man ein neuen Skandal aus, den die staatlich alimentierten Faktenverdreher von „Correktiv“ bereits im November recherchiert hatten. Einige AfD-Funktionäre hätten sich in einem Potsdamer Hotel mit Rechtsradikalen getroffen, um über „Remigration“ zu sprechen. Dass dabei auch einige CDU-Mitglieder waren, wird nur ab und an in einem Nebensatz erwähnt. Diese Meldung dominiert nun die Schlagzeilen, während die die Proteste in der medialen Rangliste weit nach hinten gerutscht sind (nach der Devise: ach ja, ein paar Bauern demonstrierten übrigens auch wieder mit ihren Traktoren, obwohl die Bundesregierung die Kürzungen bereits zurückgenommen hat und dann eben noch der Verweis auf den Sturm auf die Fähre. Soviel Zeit muss sein.).

Immer wieder wird in professionell aufgemachten Schaubildern darauf verwiesen, dass die Landwirte ja in den letzten Jahren traumhafte Gewinne gemacht hätten, die Steuererstattung für den Diesel ja nur einen winzigen Bruchteil der Einnahmen ausmachen würde und die Branche ja sowieso ständig am Jammern wäre. Dazu kommen die üblichen Vorwürfe, sie würden die Böden verseuchen, ihre Tiere quälen und ihr Geld mit dem Ausfüllen von Förderanträgen verdienen.

Also Leute, jetzt mal ganz langsam!

Die Agrarsubventionen, die es übrigens in ganz Europa gibt, wurden einstmals eingeführt, um eine gewisse Autarkie bei der Nahrungsmittelversorgung zu gewährleisten. Denn wie keine andere Branche ist die Landwirtschaft abhängig vom Wetter. Da gibt es mal ziemlich gute Jahre, in denen das Geld reichlich fließt, auf die dann wieder extrem schlechte folgen, in denen die Erträge weit unter den Erwartungen bleiben und die Umsätze in den Sturzflug gehen. Dazu kommt, dass in kaum einem anderen Wirtschaftszweig die Erzeuger so wenig Einfluss auf die Preise haben, die sie mit ihren Produkten erlösen. Diese Achterbahnfahrt würde in der heutigen Zeit kaum ein Betrieb im internationalen Wettbewerb überleben. Dazu kommt eine ausufernde Regelungswut der Behörden, ständig neue Gesetze und Verordnungen und ein Berichtswesen, dass einen Landwirt zwingt, mehr Zeit am Schreibtisch als auf seinem Traktor zu verbringen. Und es ist kein Ende absehbar.

Wie sieht sie denn aus, die schöne neue Welt der grünen Phantasten?

Blühende Wiesen bis zu Horizont, auf denen sich Windräder in den Himmel recken, die Luft ist erfüllt vom Brummen der Wärmepumpen, der Postbote grüßt vom Lastenfahrrad. Und die Nahrungsmittel? Ach ja, die Sojapflanzen für den Tofu-Pamps züchtet der Bio-Bauer auf dem Fensterbrett im Schlafzimmer. Klingt unglaublich romantisch, ist aber völlig neben der Realität. Ohne einheimische Landwirtschaft müssten wir noch mehr Lebensmittel importieren. Was uns wieder abhängig macht von anderen Ländern. Und wenn dann Frau Baerbock dann um die Welt reist und dem einen oder anderen Regierungschef erklärt, wie er feministische Politik zu machen habe oder ihm womöglich gleich den Krieg erklärt und der daraufhin ein wenig beleidigt ist, dann wird es irgendwann ganz schön leer in deutschen Supermärkten und später auch in unseren Mägen. Und spätestens hier wünschten wir uns unsere heimische Landwirtschaft mit ihren großen Feldern, auf denen Weizen, Mais und Raps gedeihen, sehnlichst zurück.

Auffällig ist auch, dass der Kanzler zu all dem bisher schweigt, obwohl er mit seinen Haushaltstricksereien diese Krise überhaupt erst ausgelöst hat. Anständig wäre zumindest eine Entschuldigung in seiner Neujahrsansprache gewesen. Nur mal so: Früher sind Politiker schon wegen weit weniger zurückgetreten.

Das alles erinnert mich fatal an 1989 in der verblichenen DDR. Während die Protestwelle durch das Land schwappte und immer mehr Städte erfasste (ja ich weiß, wir im Norden waren damals die letzten – alter Hut), ging Honecker auf Tauchstation und trat letztendlich aus „gesundheitlichen Gründen“ von der politischen Bühne ab.

Der Rest ist Geschichte.